„Der Endverbraucher würde zur Kasse gebeten“

Steineke fordert Verzicht auf weitere Windflächen in der Region

Foto: Sidney Pfannstiel
Foto: Sidney Pfannstiel
Die Landesregierung hat den Windplanentwurf für die Region Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel kritisiert, weil dort nicht genug Windeignungsgebiete (zwei Prozent der Fläche) ausgewiesen seien. Nach heutiger Presseberichterstattung werde das Landeswirtschaftsministerium dies nicht ohne weiteres akzeptieren. Hierzu erklärt der Bundestagsabgeordnete für den Nordwesten Brandenburgs, Sebastian Steineke:
 
„In unserer Region wurde schon in der Vergangenheit eine hohe Zahl an Gebieten für Windenergie ausgewiesen. Die Kritik des Landes verwundert daher allein deshalb, weil das Land selbst aus umwelt- und artenschutzrechtlichen Gründen gefordert hat, bestimmte Gebiete wieder zu streichen. Zudem bleiben Flächen, auf denen sich bereits Windkraftanlagen befinden, bei der Berechnung unberücksichtigt.

Ein weiterer Aufwuchs an neuen Gebieten würde zu steigenden Netzentgelten führen, die auf den Strompreis umgelegt werden. Gerade im Hinblick auf die von Bundeswirtschaftsminister Gabriel aktuell versenkte Angleichung der Netzentgelte auf Bundesebene bedeutet dies eine deutlich höhere Belastung für die Stromkunden in der Region. Der Endverbraucher würde wieder zur Kasse gebeten. Das Land muss daher den weiteren Ausbau stoppen, um die Pläne von Gabriel zumindest teilweise wieder auszugleichen. Ich fordere die Landesregierung auf, von Forderungen nach weiteren Gebieten im neuen Windplan abzurücken.“
 
Steineke setzt sich zurzeit mit seinen Kolleginnen und Kollegen der CDU-Landesgruppe Brandenburg im Bundestag dafür ein, dass die bundesweite Angleichung der Netzentgelte doch noch kommt.

Nach oben