Busverbindungen stoßen auf wenig Gegenliebe

Sebastian Steineke auf Wahlkreisbesuch in Glöwen/Gemeinde Plattenburg

Sebastian Steineke MdB (l.), Anja Kramer (2.v.l., BM‘in Plattenburg), Jörn Atlas (2.v.r.)
Sebastian Steineke MdB (l.), Anja Kramer (2.v.l., BM‘in Plattenburg), Jörn Atlas (2.v.r.)

Bildungseinrichtungen in der Gemeinde Plattenburg waren gestern das Ziel eines Wahlkreisbesuches von Sebastian Steineke, Bundestagsabgeordneter für die Prignitz. Schulleiter Jörn Atlas empfing Steineke gemeinsam mit Plattenburgs Bürgermeisterin Anja Kramer und dem CDU-Kreistagsabgeordneten Dr. Ulrich Gutke in der Oberschule mit Grundschulteil in Glöwen zu einem Rundgang und einem ausführlichen Gespräch
 
Die größte Herausforderung liege für Atlas und seine 24 Kolleginnen und Kollegen derzeit in der Integration fremdsprachiger Kinder in den Unterricht. 24 Mädchen und Jungen lernen Deutsch als Zweitsprache, 15 von ihnen verteilen sich auf die Klassen 1 bis 6, 9 auf die Sekundarstufe I. 

Nicht ohne Stolz verwies Bürgermeisterin Kramer darauf, dass die Schule Glöwen als einzige weiterführende Schule im Landkreis Prignitz durch die Gemeinde getragen wird. Den Vergleich mit Einrichtungen in größeren Städten muss sie nicht scheuen, räumlich und personell ist die Schule „gut in Schuss“ und kann auf stabile Schülerzahlen bauen. Steineke betonte die Wichtigkeit funktionierender Einrichtungen, gerade im ländlichen Raum: „Nicht nur für die reine Daseinsvorsorge ist eine gute Schuldichte wichtig. Bildung ist ein Standortfaktor, der die Entwicklung einer Region maßgeblich beeinflussen kann.“
 
Über Anfragen kann sich auch die benachbarte Kita Waldhaus nicht beklagen, Leiterin Kerstin Wolf führt bereits Wartelisten. Mit finanziellen Mitteln aus der Gemeindekasse werden derzeit drei neue Räume im Gebäude ausgebaut. Die seit längerem bei der Bevölkerung auf Unmut stoßenden neuen Busverbindungen im Landkreis treffen auch in Plattenburg auf wenig Gegenliebe. Die Hort-Kinder hätten zu weite Wege zurück zu legen und manche Fahrpläne würden viele Eltern in der Arbeitszeit stark einschränken, bemängelten die Kita-Mitarbeiterinnen. Sebastian Steineke nahm die Bitte mit, bei Gelegenheit das Thema anzusprechen. Kompliziert sei nach Einschätzung der Gemeinde als Träger der Kita auch die Einstellung neuer Erzieher. Bezuschussungen gebe es nur bei ent-sprechender Qualifikation, das schränke die Möglichkeiten auf dem Land sehr ein. Steineke versprach, sich zu dem Thema mit seinem Landtagskollegen aus der Prignitz, Gordon Hoffmann, zu verständigen.  
 

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