Gemeinsame Anstrengungen gegen schlechte Wasserqualität

Sebastian Steineke auf Wahlkreisbesuch in Rühstädt und Lenzen

V.l.n.r.: Gerald Neu (Amt Bad Wilsnack/Weisen), Sebastian Steineke MdB, Rainer Fritze (Planungsbüro Pöyry)
V.l.n.r.: Gerald Neu (Amt Bad Wilsnack/Weisen), Sebastian Steineke MdB, Rainer Fritze (Planungsbüro Pöyry)

Ein Hilferuf aus Lenzen erreichte Sebastian Steineke, Bundestagsabgeordneter für die Prignitz, auf seinem Wahlkreisbesuch am vergangenen Freitag. Bei einem Treffen mit Lenzens Bürgermeister Christian Steinkopf sowie Mitgliedern des Angelvereins Lenzen wurde der schlechte Zustand der Löcknitz und des Rudower Sees thematisiert. Beide Gewässer werden vom Angelverein bewirtschaftet, der wegen der rapide abnehmenden Wasserqualität nachhaltige Maßnahmen anmahnt. Das erstmals in diesem Jahr ausgesprochene Badeverbot aufgrund starker Blaualgenbildung im Rudower See sei „ein massiver  Einschnitt für Besucher und Einheimische“, sagte Steineke, der ein tragfähiges Konzept für die Gewässer fordert. Bisherige Phosphatfällungen im See hätten jeweils nur kurzfristig Besserung gebracht. Ergänzend zu den bereits geführten und noch geplanten Gesprächen des Vereins, unter anderem mit dem Amt Lenzen-Elbtalaue und dem Kreis Prignitz, schlug Steineke vor, auch „das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ins Boot zu holen“. Diese Herausforderung könne man nur gemeinsam mit allen Beteiligten meistern.

Vor dem Besuch in Lenzen traf sich Sebastian Steineke in Rühstädt mit der neuen Leiterin des Biosphärenreservats, Dr. Heike Ellner. Gemeinsam mit Rühstädts Bürgermeisterin Heike Warnke und Gerald Neu, Leiter des Ordnungsamtes Bad Wilsnack/Weisen, tauschten sie sich über die Herausforderungen bei der Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie aus. Steineke stellte fest, dass die aus den 90er-Jahren stammende Verordnung nicht mehr in allen Bereichen auf aktuelle Entwicklungen eingeht: „Klimawandel und der Einzug invasiver Arten in unseren Lebensraum haben damals kaum eine Rolle gespielt. Heute müssen wir dynamisch mit Veränderungen umgehen und diese akzeptieren.“ 
 
Sebastian Steineke nutzte die Fahrt in die Prignitz auch für einen Abstecher an den Deich zwischen Bälow und Scharleuk. Rainer Fritze vom Planungsbüro Pöyry aus Perleberg erklärte die geplanten Hochwasserschutzvorhaben, die unter anderem Deichsanierungen in den Abschnitten vorsehen, die 2013 stark vom Elbehochwasser betroffen waren.
 

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