Opferhilfe wichtiger denn je

Sebastian Steineke würdigt Arbeit des Weißen Rings und bietet Unterstützung in Berlin an

Jürgen Lüth und Herbert Brandt (beide Weisser Ring) mit Sebastian Steineke MdB
Jürgen Lüth und Herbert Brandt (beide Weisser Ring) mit Sebastian Steineke MdB

Der Bundestagsabgeordnete für den Nordwesten Brandenburgs, Sebastian Steineke, empfing am Freitag Vertreter des Opferschutzvereins Weisser Ring in Berlin. Mit dem brandenburgischen Landesvorsitzenden Jürgen Lüth und Herbert Brandt vom Weissen Ring in Ostprignitz-Ruppin und der Prignitz sprach Steineke, der Mitglied im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags ist, über notwendige Verbesserungen bei der Unterstützung von Menschen, die Opfer einer Straftat wurden.
 
Der Bund wird sich noch 2015 mit der Opferrechtsreform befassen. Lüth und Brandt forderten die Politik auf, bei Therapien „nicht nur den Straftäter im Blick zu haben, sondern auch den Opfern verstärkter zu helfen". Steineke signalisierte seine Unterstützung: „Ich werde mit den Fachleuten in meiner Fraktion über diese Themen sprechen.“ 

Allerdings sieht er auch das Land in der Pflicht: „Wir brauchen dringend mehr Plätze in der Traumaambulanz. Hier muss das Land – ähnlich wie es andere Bundesländer bereits getan haben – tätig werden. Auch die Versorgung in unserer Region muss deutlich verbessert werden.“ Im Ruppiner Land und der Prignitz gibt es ca. 25 Psychologen, bei denen man Wartezeiten von 6-18 Monate in Kauf nehmen muss, berichtete Herbert Brandt. „Dies ist den Opfern nicht zuzumuten,“ so Steineke abschließend.

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