Rühstädt schlägt Alarm

Steineke und Hoffmann fordern gezielte Bekämpfung der Eichenprozessspinner

Der Bundestagsabgeordnete für den Nordwesten Brandenburgs, Sebastian Steineke, besuchte gestern gemeinsam mit dem Prignitzer Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann Gemeinden im Amtsbereich Bad Wilsnack-Weisen.

In der Gemeinde Rühstädt sprachen die beiden Politiker mit der Bürgermeisterin Heike Warnke und dem Ordnungsamtsleiter Gerald Neu insbesondere über die Problematik der Eichenprozessspinner. „Der Befall der Eichen in unserer Region durch die Spinner bereitet uns große Sorgen“, berichtet Neu. Gerade in der westlichen Prignitz sei eine starke Zunahme zu verzeichnen. 

Die beiden Abgeordneten reagierten beunruhigt: „Zum Schutz der Menschen und der Umwelt muss hier schnell gehandelt werden. Auch für die Landwirte ist es wichtig, dass die Bekämpfung in breiter Form aufgenommen wird. Je länger damit gewartet wird, umso schlimmer sind die Folgen durch die anhaltende Wirkung“, so Steineke und Hoffmann.

Nicht nur die Bäume sterben dadurch, auch bei Menschen könne der Befall allergische Reaktionen hervorrufen. Zudem sei der Tourismus in den betroffenen Gemeinden gefährdet. „Vor Ort wird sogar überlegt, Feste für die Bürgerinnen und Bürger zu verlagern oder gar abzusagen. Damit hat dies auch negative Folgen für Kultur und Wirtschaft,“ geben Steineke und Hoffmann zu Bedenken. Dem könne man nicht weiterhin tatenlos zusehen. Die aktuelle Entwicklung sei aus Sicht der beiden Abgeordneten auch den großflächigen naturschutzbedingten Ausnahmen vom Besprühen der Flächen geschuldet. Hier müsse unter Abwägung aller Interessen geprüft werden, ob die Ausnahmen von der Bekämpfungsmöglichkeit noch sachgerecht seien.

Ein weiterer Punkt der Gespräche in Bad Wilsnack-Weisen betraf den Sandabladeplatz in Bälow. Hier wurden während des Hochwassers an der Elbe die Sandsäcke befüllt. Die Gemeindevertretung Rühstädt setzt sich seit Langem für eine zügige Räumung des Platzes von den Überresten ein. „Leider geschieht hier nichts“, betont Gerald Neu. Steineke und Hoffmann sehen hier das Land in der Pflicht: „Das Landesumweltamt muss dafür sorgen, dass die restlichen Säcke entfernt werden. Der aktuelle Zustand ist nicht tragbar für die angrenzenden Bewohner.“

 

Zuvor besuchten die Politiker die Kristall-Therme und die KMG-Klinik in Bad Wilsnack.

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