Steineke/Redmann: „Rot-Rot muss Farbe bekennen“

14 Bahnhaltepunkte in OPR und der Prignitz stehen vor dem Aus

Dr. Jan Redmann; Sebastian Steineke MdB
Dr. Jan Redmann; Sebastian Steineke MdB

Die rot-rote Landesregierung stellt insgesamt 73 Bahnhaltepunkte in Brandenburg auf den Prüfstand. Aus Kostengründen droht den Haltestellen, an denen weniger als 50 Reisende am Tag ein- oder aussteigen das Aus. Allein 14 davon liegen in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz. Betroffen sind die Bahnhaltepunkte in Blumenthal, Dossow, Fretzdorf, Herzberg, Liebenthal, Netzeband, Rosenwinkel, Walsleben (alle OPR) sowie Bölzke, Brügge, Falkenhagen, Sarnow, Weisen und Wutike (alle Prignitz). „Die rot-rote Landesregierung muss noch vor der Landtagswahl Farbe bekennen. Die Menschen in den betroffenen Orten müssen schnellstmöglich erfahren, ob sie demnächst ohne Bahnanbindung dastehen“, fordern der Bundestagsabgeordnete für den Nordwesten Brandenburgs, Sebastian Steineke und der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Dr. Jan Redmann aus Wittstock. „Ein Hinausschieben der Entscheidung auf die Zeit nach der Landtagswahl wäre klare Wählertäuschung. Die Sicherung der Infrastruktur im ländlichen Raum hat bei den Bürgerinnen und Bürgern Priorität“, so Steineke und Redmann weiter.

Es gäbe aus Sicht der beiden CDU-Politiker auch keinen erkennbaren Grund für eine Streichung der Haltepunkte. „Die Stationen sind zum Teil nur Bedarfshalte, so dass bereits jetzt keine wesentlichen Verzögerungen eintreten, da nicht bei jeder Fahrt Reisende ein- oder aussteigen. Die Bahnhöfe ermöglichen den Menschen in den ländlichen Regionen, die kein Auto haben oder nicht mehr Auto fahren können, Ärzte und Behörden in den Städten gut zu erreichen. Darüber hinaus hat der Wegfall der Haltepunkte keine Einsparungen zur Folge, da die Landkreise die Lücken im Netz durch Busangebote schließen müssten. Wenn künftig neben der Zugstrecke ein Bus fahren muss, nur weil die Bahn nicht mehr überall hält, wird es teurer. Dies ginge wieder zu Lasten der Kommunen“, so Steineke und Redmann abschließend.

 

 

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