Fehrbelliner Wasserstraßen müssen saniert werden

MdB Steineke fordert Landesregierung zum Handeln auf

Jens Winter, Ute Behnicke, Sebastian Steineke MdB
Jens Winter, Ute Behnicke, Sebastian Steineke MdB
Teile der Wasserstraßen auf dem Gebiet der Gemeinde Fehrbellin sind stark sanierungsbedürftig. Dies erfuhr der Bundestagsabgeordnete für den Nordwesten Brandenburgs, Sebastian Steineke, bei seinem Antrittsbesuch in Fehrbellin von Bürgermeisterin Ute Behnicke. Seit der Wiedervereinigung wurde hier zu wenig investiert. Dabei wäre dies dringend notwendig. Steineke warnt: „Wenn das Land hier nicht tätig wird, ist die Natur- und Kulturlandschaft, insbesondere im Bereich um Linum, in großer Gefahr“. Die Kosten beziffert Ute Behnicke auf bis zu 60 Mio. Euro.

Sollten die bestehenden Dämme brechen, würden das Hinterland und damit die ganzen landwirtschaftlichen Flächen am Rhinluch überflutet. Fehrbellin wäre dann zu einem Teil nicht mehr erreichbar. Davor warnte auch Jens Winter, Verbandsvorsteher des Wasser- und Bodenverbands „Rhin- und Havelluch“, der an dem Gespräch ebenfalls teilnahm.

Dieser Fall zeige, dass der Austritt des Kreises aus der Wasserinitiative Nordwestbrandenburg (WIN) das „ völlig falsche Signal“ gewesen wäre, betont Sebastian Steineke, der auch Mitglied im Kreistag ist. Der betroffene Abschnitt müsste ebenfalls in die Programme der WIN mit aufgenommen werden.

Dazu sieht der Wahlkreisabgeordnete die Landesregierung in einer dringlichen Pflicht: „Es handelt sich hier um eine Landeswasserstraße. Ohne eine vollständige Rekonstruktion würde man mittelfristig eines der größten Naturschutzgebiete für Störche und Kraniche in Mitteleuropa zerstören und den Ausbau von Wasser-und Radtourismus in der Fehrbelliner Region zum Stillstand bringen. Ich fordere die Landesregierung daher auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, das Planfeststellungsverfahren fortzuführen und die notwendigen Investitionsmittel bereitzustellen.“


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