Hilfe für DDR-Heimkinder wird aufgestockt

Sebastian Steineke begrüßt erhöhte Mittelbereitstellung

Sebastian Steineke MdB
Sebastian Steineke MdB
Am 25. Februar 2014 hat eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe die Aufstockung des Hilfsfonds für DDR-Heimkinder auf den Weg gebracht. Der Fonds soll von derzeit 40 Millionen Euro auf bis zu 200 Millionen Euro aufgestockt werden. Damit ist die Finanzierung langfristig gesichert. Es bleibt bei den bisherigen Leistungskriterien und dem bisherigen Leistungsumfang, so dass jeder Betroffene bis zu 10.000 Euro an Leistungen für Folgeschäden des Heimaufenthalts geltend machen kann. Der Bund und die ostdeutschen Länder finanzieren den Fonds je zur Hälfte. Mit dem Geld sollen unter anderem Rentenersatzleistungen, Kuren, Therapien oder Zahnersatz bezahlt werden.

Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke begrüßt die Aufstockung: "Der Hilfsfonds ist ein gutes Instrument, um die betroffenen Opfer, die in den DDR-Kinderheimen großes Leid ertragen mussten, zu entschädigen." Zwar könne auch das Geld die Taten nicht rückgängig machen. "Aber insbesondere die Therapien können helfen, die schlechten Erfahrungen besser zu verarbeiten," so Steineke.

Die Antragsfrist läuft bis Mitte des Jahres 2016. Stichtag für die Anmeldung der Ansprüche ist der 30. September diesen Jahres. Es geht dabei nicht um die Antragstellung auf Leistungen, sondern lediglich um die Erklärung, Heimbewohner gewesen zu sein. Der Fonds selbst bleibt bis Mitte 2016 geöffnet.

Für grundsätzliche Auskünfte zu den Anlauf- und Beratungsstellen in den Ost-Ländern sei an dieser Stelle folgende Telefonnummer genannt: 0800-1004900, weitere Infos unter: http://www.fonds-heimerziehung.de/.

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